THC-Herren vor schwerem Doppelspielwochenende

Relativ schnell war bei den THC-Hockeyherren der Frust über die vielen ausgelassenen Torchancen am vergangenen Samstag bei BW Köln dem Stolz auf das überaus gelungene Bundesligadebut gewichen. Da es aber für noch so knappe und unverdiente Niederlagen bekanntlich ebenso wenig Punkte gibt wie für außergewöhnliche Vorstellungen, blickte das Trainergespann Thomas Dissmann und Christoph Dolch nach dem Schlusspfiff weniger zurück als nach vorn. Die Hallensaison 2016/17 ist nämlich bereits Ende Januar schon wieder beendet und bis dahin stehen noch neun dichtgedrängte Spieltage auf dem Programm: somit volle Konzentration der Rot-Weißen auf das anstehende Doppelspielwochenende mit dem Heimspiel am Freitag gegen den Gladbacher HTC und der Auswärtspartie am Sonntag beim Düsseldorfer SC.

Neben SW Neuss und BW Köln zählt der GHTC zu den drei Clubs, die nach Einschätzung der Experten den Aufstieg in die 1.Hockeybundesliga unter sich ausmachen werden. Die spielerische Stärke des Teams aus der niederländischen Grenzregion stellten die Mönchengladbacher am ersten Spieltag bei ihrer denkbar knappen 11:12-Niederlage in Neuss eindrucksvoll unter Beweis. Mit dem Portugiesen David Franco, dem Routinier Paul Tenkhoff und dem Nachwuchsspieler Niklas Braun stehen mindestens drei erstklassige Stürmer im Kader, die am ersten Spieltag jeder gleich dreimal ins gegnerische Tor trafen. So erwartet der THC die Mannschaft von Gästecoach Philipp Heymanns mit gebührendem Respekt, aber auch mit einem nach dem Köln-Spiel gewonnenen Selbstbewusstsein. „Zumindest wird sich der GHTC nicht so tief reinstellen wie Blau-Weiß letztes Wochenende. Mit dieser Spielweise tun wir uns in der Regel leichter“, so Offensivspieler Matthias Dhein vor der Heimpremiere in der 2.Bundesliga. Eine wichtige Rolle spielt dabei wie immer das Bergisch Gladbacher Publikum, das die Ränge in der Stadionhalle Paffrather Straße am Freitag um 20:00 h möglicherweise bis zum letzten Platz füllen und damit ein noch größerer Rückhalt sein wird als die schon große Kolonie letzten Samstag im Kölner Hockeyleistungszentrum.

Eine nicht minder schwierige Aufgabe wartet für den THC dann zwei Tage später sonntags um 17:00 h auswärts in der Landeshauptstadt. Die Spieler des Düsseldorfer SC gelten ähnlich wie die Bergisch Gladbacher als ausgesprochene Hallenspezialisten, dürften aber am Saisonende vermutlich eher in der unteren Tabellenhälfte zu finden sein. Aber auch dieser Gegner verfügt mit Benjamin Wolfertz über einen erfahrenen Spieler mit ausgeprägtem Torriecher, auf den die Defensive der Rot-Weißen nach seinen drei Treffern in Oberhausen sicher ein besonderes Augenmerk haben muss.

„Auch wenn ich am Samstag in Köln bereits gesagt habe, die Mannschaft ist in der 2.Bundesliga angekommen“, so Coach Thomas Dissmann vor dem ersten Doppelspielwochende, „werden wir nach dem 3.Spieltag eine noch bessere Einschätzung unseres Leistungsvermögens und unserer Chancen auf den Klassenerhalt haben. Schließlich ist dann quasi das erste Saisondrittel schon gelaufen.“

Georg Dhein

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