THC-Herren behalten im spannenden Kellerderby gegen SW Köln 2 mit 2:1 die Oberhand

Gut 100 Zuschauer hatten sich am späten Sonntagnachmittag in der Gustav-Stresemann-Straße auf der Hockeyanlage des THC RW Bergisch Gladbach eingefunden um das Kellerderby des gastgebenden Vorletzten gegen das Oberliga-Schlusslicht SW Köln 2 zu verfolgen. Während Gästecoach und Bundesligaspieler Martin Marquardt für dieses wichtige Spiel um den Klassenerhalt etliche etablierte Akteure mobilisieren konnte, standen bei der jungen Truppe der Rot-Weißen wieder mal vier A-Jugendspieler im Kader.

Die Anfangsphase der Partie war geprägt durch eine leichte Feldüberlegenheit der Domstädter, die vor allem durch ihr schnelles Spiel zu gefallen wussten. Aber die Bergisch Gladbacher hielten dagegen und erarbeiteten sich fortan ebenfalls gute Chancen. Ließen die Hausherren die erste kurze Ecke in der 12.Minute noch ungenutzt, so machten sie es im nächsten Versuch deutlich besser als Jan Ohligschläger seine Farben mit 1:0 in Front bringen konnte. Schrecksekunde für den THC als Stürmer Jan-Eric Scherbarth von einem Ball am Knie getroffen wurde und bis zur Pause erstmal nicht mehr spielfähig war. Auch Schwarz-Weiß bekam mit zwei kurzen Ecken in der 28.und 29.Minute die Gelegenheit zum Ausgleich, aber der gut aufgelegte THC-Keeper Jan Mertens machte diese Großchancen durch tolle Paraden zunichte. Die Spielanteile waren nun bis zum Halbzeitpfiff in etwa verteilt. Den Niehlern, für die neuerdings auch THC-Urgestein Tim Engels den Schläger schwingt, blieb jedoch bis zum Pausenpfiff der Ausgleichstreffer ebenso versagt wie dem Gastgeber das zweite Tor.

Lob von Trainer Thomas Dissmann in der Pause, der eine gute erste Hälfte gesehen hatte und sich vor allem über das fulminante Spiel auf der rechten Seite freute, auf der Nico Külschbach sich ein ums andere Mal dribbelstark in Szene setzen konnte. Aber auch die Abwehr um Kapitän Daniel Franken hatte sich als nervenstark erwiesen. Linus Tenckhoff wusste trotz seiner jungen Jahre in der Defensive überraschende Akzente zu setzen.

Nach erfolgreicher Behandlung durch THC-Physio Arios Masso konnte auch Jan-Eric Scherbarth in den zweiten 35 Minuten wieder eingreifen und seinen Beitrag zu dem beherzten Auftritt der Gladbacher nach dem Wiederanpfiff leisten. Die Kölner mussten jedoch nun aufmachen und auf Risiko spielen, wollte man sich mit einem Sieg in der Kreisstadt noch den Sprung auf den möglicherweise rettenden Relegationsplatz offenhalten. Dadurch boten sich den Bergischen natürlich Konterchancen. Lennart Hollweg war es, der in der 41.Minute hellwach eine kleine Unachtsamkeit des Gegners zum eigenen Ballgewinn nutze, unaufhaltsam Richtung Gästetor davonzog um dann im richtigen Augenblick auf Nils Dreschke abzulegen, der zur 2:0-Führung abstauben konnte. Unmittelbar nach zweiten Gegentreffer setzte SW-Coach Marquart nun alles auf eine Karte und brachte für seinen Torhüter bis zum Ende der Partie einen elften Feldspieler. Diese Maßnahme zahlte sich relativ schnell aus, denn SWK gelang per Konter der Anschlusstreffer zum 1:2. Die Gladbacher, nach dem Verdacht auf Gehirnerschütterung von Johannes Stümer zusätzlich geschwächt, sahen sich jetzt einem regelrechten Powerplay der Kölner ausgesetzt. Eine Zeitstrafe gegen Nils Dreschke erhöhte den Druck noch weiter. Aber Jan Mertens war an diesem Tag schier unüberwindlich und als dieser in der 68.Minute einmal machtlos war, hatten die Gastgeber das Glück auf ihrer Seite als der Pfosten den Ausgleich verhinderte.  Glücklich fielen sich die Gladbacher nach dem Abpfiff in die Arme. Der Lohn für diese Energieleistung ist in der Tabelle nun wieder der Rang 6. Die Chance auf den Klassenerhalt aus eigner Kraft im letzten Spiel beim Bonner THV 2 hat somit weiteren Auftrieb bekommen.

Entsprechend zufrieden zeigte sich THC-Coach Thomas Dissmann. “Das war heute ein großer Kraftakt mit einer sensationellen Leistung. Der Sieg war verdient, auch wenn man fairerweise sagen muss, dass uns diesmal das Pech, das uns in den letzten Spielen immer zugesetzt hat, heute erspart geblieben ist.”

Kader:
J. Mertens – T. Scheibe / D. Franken / J. Stümer / L. Tenckhoff – B. Engels / L. Mombauer / Lennart Hollweg / Lasse Hollweg / N. Külschbach – J.-E. Scherbarth / G. Peeters / J. Ohligschläger (1) / N. Dreschke  (1) / B. Kemper

Georg Dhein

 

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