THC-Herren vor richtungsweisendem Spiel gegen HC Essen 99

Die Hallen-Hockeysaison 2019/20 ist mit dem dritten von insgesamt zehn Spieltagen noch jung und trotzdem kommt der nächsten Partie der 1.Herrenmannschaft des THC RW Bergisch Gladbach bereits eine richtungsweisende Bedeutung zu. Die Brisanz der Begegnung gegen HC Essen 99 hat in der Spielordnung des Deutschen Hockeybunds ihre Ursache. Die besagt nämlich, dass nur jeweils eine Mannschaft eines Clubs in der Bundesliga spielen darf. Oder anders ausgedrückt: Zweitvertretung eines Vereins dürfen nicht in die 1. oder 2.Bundesliga aufsteigen. Da aber in der 1.Regionalliga immerhin 4 der 6 Vereine ihre zweiten Mannschaften am Start haben, können in der diesjährigen Konstellation nur die Bergisch Gladbacher und Essener aufsteigen. Und genau diese beiden Teams treffen am kommenden Sonntag, 18:00 h in der Stadionhalle erstmals aufeinander.

Der Gegner aus dem Ruhrgebiet kommt als Aufsteiger aus der 2.Regionalliga, während die Rot-Weißen nach drei Spielzeiten aus der Bundesliga zurück in die Drittklassigkeit mussten. Wer hieraus ein Favoritenrolle für den Gastgeber ableiten sollte, dürfte die Lage verkennen. HCE hat die letzte Saison mit maximal möglichen 30 Punkten aus 10 Spielen beendet und dabei 92 Treffer erzielt. In der aktuellen Tabellen rangieren die Ruhrgebietler auch wieder auf Rang 2. Hier schlägt ein Auswärtssieg beim Crefelder HTC2 zu Buche und ein Unentschieden gegen RW Köln 2. Der Erfolg der Essener dürfte zum einem in ihrem überaus erfahrenen und lange eingespielten Kader zu suchen sein. Das Durchschnittsalter der Spieler liegt bei 28,3 Jahren, die Gladbacher kommen da gerade mal auf 23,6 Jahre. Ein weiterer Garant für die starken Leistungen dürfte das Trainerduo Philipp Weide und Steven Dühr sein, die als Hallenspezialisten jahrelang für SW Neuss auf Bundesliganiveau gespielt haben. Zumindest bei Steven Dühr ist davon auszugehen, dass er auch gegen den THC auf dem Platz stehen und die Abwehr dirigieren wird.

Die Gladbacher hingegen haben nach 2 Spielen nur einen Zähler auf dem Konto. Trotzdem ist Teamcoach Elmar Sairally keineswegs unzufrieden mit den bisher gezeigten Leistungen. “In Düsseldorf haben wir beim 4:5 erst in der Schlußphase die Niederlage kassiert, gegen Krefeld unmittelbar vor dem Abpfiff den Ausgleich zum 4:4 hinnehmen müssen. Daraus sollten wir lernen unser Niveau über die vollen 60 Minuten hoch zu halten. Wenn wir dann noch unsere zahlreichen Torchancen besser verwerten, werden wir am Sonntag die ersten drei Punkte einfahren.” Inwiefern der THC wieder auf die bislang verletzten oder erkrankten Spieler zurückgreifen kann, wird sich vermutlich erst am Spieltag entscheiden. Rechnen können die THC’ler aber auf jeden Fall wieder mit der Unterstützung ihres treuen Publikums, das genauso zahlreich und lautstark den Weg in die Regionalliga mitgegangen ist.

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