THC-Herren biegen nach 0:2-Halbzeitrückstand das Spiel noch um

Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge wollten die Hockeyherren des THC RW Bergisch Gladbach im letzten Heimspiel der Saison für einen versöhnlichen Abschluss sorgen. Da kam der Düsseldorfer SC als Tabellenletzter der Oberliga West gerade zum richtigen Zeitpunkt an die Strunde. So gehörten auch die ersten Minuten den Hausherren. Sie drangen ein ums andere Mal in den gegnerischen Strafraum ein, der finale Torschuss fiel dann jedoch eher kläglich aus. Wesentlich effizienter dagegen der DSC, der bei einer THC-Unachtsamkeit in der Rückwärtsbewegung vollkommen überraschend beim allerersten Angriff in der 6.Minute mit 1:0 in Führung ging. Wer nun ein energisches Aufbäumen der Rot-Weißen erwartet hatte, sah sich zunächst getäuscht. Auch wenn die Mannen um Kapitän Daniel Franken das bessere Team auf dem Platz waren, plätscherte die Partie fortan vor sich hin. Die Gastgeber schwächten sich zudem selbst durch einige Strafzeiten, so dass sie etliche Zeit in Unterzahl agieren mussten. Die Landeshauptstädter konnten mit dem Ausbauen ihrer Führung zum 0:2 unmittelbar vor dem Ende des 1.Viertels das Spiel noch weiter auf den Kopf stellen.   

Auch wenn der Pfostenschuss von Lennart Hollweg in der 17.Minute ein erster Weckruf sein konnte, spielte der THC in vor dem Halbzeitpfiff einfach zu ideenlos. Eine positive Ausnahme zu diesem Zeitpunkt war Linus Tenckhoff, der immer wieder von seinen Gegenspielern den Ball erobern konnte und so Impulse für den eigenen Angriff zu setzen verstand.

Coach Elmar Sairally verwies in der Pausenansprache auf die vielfältigen Chancen, die seine Mannschaft in den beiden erste Vierteln gehabt hatte, forderte aber auch für die zweiten nächsten dreißig Minuten die Unkonzentriertheiten endlich abzustellen und sich auf die eigene Spielstärke zu besinnen. Nach dem Wiederanpfiff erhöhten die Hausherren spürbar den Druck und erzwangen in der 37. Minute eine kurze Ecke, die Tobias Scheibe wunderschön verwandelte und so den vielumjubelten Anschlusstreffer markierte. Schrecksekunde für die zahlreichen THC-Fans, die trotz kalter Temperaturen und Nieselsegen den Weg in die Gustav-Stresemann-Straße gefunden hatten, als auch den Düsseldorfern kurz danach eine Strafecke zugesprochen wurde. Aber wieder einmal war Jakob Meinhardt ein aufmerksamer Keeper zwischen den Pfosten, der auch diesen Ball parieren konnte.

Als die letzten 15 Spielminuten angepfiffen waren, wurde den Zuschauern nun das erhoffte hochklassige und spannende Hockeyspiel geboten. Die Bergischen legten noch eine Schüppe drauf und Felix Jarosch bewies mit seinem Treffer in der 48.Minute zum 2:2 aus dem Gewühl heraus, das er seinen Torjägerinstinkt noch nicht in Rente geschickt hat. Aber auch der DSC, obwohl ohne Chance die rote Laterne am 14.Spieltag noch abgeben zu können, gab sich nicht geschlagen und fuhr immer wieder gefährliche Konter. Dem unermüdlichen Jan-Eric Scherbarth blieb es dann aber vorbehalten seine Farben mit dem 3:2-Siegtreffer endgültig auf die Siegerstraße zu schießen.

Groß war die Erleichterung nach dieser enormen Energieleistung den 0:2-Halbzeitstand noch gedreht zu haben. Auch wenn das von Elmar Sairally zu Beginn der Rückrunde ausgegebene Ziel unter die ersten Vier zu kommen nicht eingelöst werden konnte, sollte man nicht unzufrieden sein. Etliche Niederlagen waren knapp und unglücklich. Zudem braucht die sich gut angelassene Integration der zahlreichen Jugendspieler vielleicht doch noch etwas mehr Zeit als zunächst erwartet.    

Kader: Jakob Meinhardt – Remo Jung / Malte Wasserburger / Tobias Scheibe (1) / Daniel Franken / Linus Tenckhoff  – Tim Engels / Lasse Hollweg / Lennart Hollweg / Felix Jarosch (1) Ben Engels – Jan-Eric Scherbarth (1) / Matthias Dhein / Jan Kühne / Benjamin Kemper

(Georg Dhein)

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