Das Nachbarschafts-Derby als Duell der Enttäuschten

Die Gemeinsamkeiten zwischen dem RTHC Leverkusen und dem THC RW Bergisch Gladbach halten sich üblicherweise in engen Grenzen. Während der Traditionsverein aus der Farbenstadt mit der großen Hockeyvergangenheit immer wieder Mittel und Wege findet, auswärtige Spieler an sich zu binden, ist der kleine Nachbar ganz auf die eigene Jugendarbeit angewiesen, wenn es darum geht den Herren-Kader zu ergänzen. Was beide Vereine jedoch aktuell eint, ist die Zugehörigkeit zur WHV-Oberliga und die Enttäuschung über das derzeitige Abschneiden. Der RTHC als einer der Aufstiegskandidaten für die Regionalliga ins Rennen gegangen, rangiert momentan mit bescheidenen 4 von 12 Punkten und gehörigem Abstand zu den Führenden als Vierter im grauen Mittelfeld der Tabelle. Noch unbefriedigender ist zum jetzigen Zeitpunkt der Saison die Situation der Rot-Weißen. Als Tabellenvorletzter mit nur zwei Punkten aus fünf Begegnungen hinkt auch der THC den eigenen Ansprüchen hinterher, auch wenn in der Kreisstadt nie von Aufstieg die Rede war.
So kommt es am kommenden Sonntag um 18:00 h im Heimspiel an der Gustav-Stresemann-Straße zu einem Derby der Enttäuschten. „Leider konnten wir am letzten Wochenende in Marienburg nicht an unsere Leistung aus dem Aachen-Spiel anknüpfen, aber wenn uns das wieder gelingen sollte, dann werden wir dem RTHC Paroli bieten können“, so THC-Coach Marc Boden vor den Nachbarschaftsduell. Abgesehen von dem Langzeitverletzten Eric Bremer wird er dabei auf sämtliche Spieler seines Kaders zurückgreifen können, auch wenn der eine oder andere schon seit geraumer Zeit kleinere Blessuren mit sich herumträgt.

Georg Dhein

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