THC-Herren gelingt mit 3:2 der erste Derbysieg gegen den RTHC Leverkusen seit acht Jahren

Während die Herrenmannschaft des THC RW Bergisch Gladbach dem ruhmreichen Nachbarn aus Leverkusen im Hallenhockey schon seit Jahren den Rang abgelaufen hat, hatte der RTHC in der Vergangenheit auf dem Feld im direkten Vergleich fast immer die Nase vorn. Der letzte Gladbacher Sieg mit 2:1 datiert aus dem September 2011 und ist somit gefühlt schon eine Ewigkeit her. Die neue Saison 2019/20 bescherte den beiden Kontrahenten gleich am ersten Spieltag ein Aufeinandertreffen und eine Standortbestimmung.

Da auch der Gast etliche Fans aus der Farbenstadt mitbrachte, fand das Derby in der Gustav-Stresemann-Straße vor gut gefüllten Rängen statt. Die Hausherren begannen engagiert und erzwangen gleich in der 2.Spielminute eine kurze Ecke, die Tobias Scheibe souverän zur 1:0-Führung verwandelte. Leverkusen suchte nach einer Antwort, aber die THC-Defensive war hellwach und speziell Kapitän Daniel Franken pflückte immer wieder die hohen Schlenzbälle des Gegners aus der Luft. Auch Youngster Andreas Sprink, nach seinen Einsatz bei der 2.Mannschaft tags zuvor, war topfit und zeigte ein beachtliches Debut in der Oberliga am späten Sonntagnachmittag. Nach erneuter Hereingabe von Tim Engels in der 24.Minute verwandelte der Eckenspezialist Tobias Scheibe auch die zweite Standardsituation eiskalt zum beruhigenden 2:0. Die Rot-Weißen waren den Leverkusen in den ersten 30 Minuten insgesamt individuell eindeutig überlegen und wussten nicht zuletzt durch den gewohnt dribbelstarken Nicolas Külschbach zu überzeugen.

Insofern überraschte die positive Halbzeitbilanz von THC-Teamchef Elmar Sairally in der Halbzeitpause nicht. Allerdings warnte er jedoch, dass die Weiß-Blauen im dritten Viertel nun aufdrehen würden. Und genau diese Devise hatte der RTHC-Coach Volker Fried nun auch ausgegeben. Leverkusen drängte massiv auf den Anschlusstreffer, aber auch der Bergisch Gladbacher Keeper Yannick Johanns war gut aufgelegt und entschärfte etliche knifflige Situationen. Nachdem er zuvor zwei kurze Ecken abwehren konnte, war auch er in der 42.Minute machtlos, als seine Rot-Weißen den Anschlusstreffer zum 2:1 hinnehmen mussten. Die Partie wurde nun zusehends hektischer und hatte fortan alle Bestandteile eines packenden Derbys. Großchancen und Standardsituationen häuften sich jetzt auf beiden Seiten, aber auch die grünen und gelben Karten nahmen nun inflationäre Ausmaße an. Aber der THC hatte das Glück auf seiner Seite als Lasse Hollweg in 52.Minute ein exaktes Zuspiel von Tim Engels per Stecher zum 3:1 verwandeln konnte. Die Leverkusen gaben sich jedoch noch nicht geschlagen und konnten kurze Zeit später erneut zum 3:2 verkürzen. In der Folgezeit schwächten sich die Gäste allerdings selbst, indem ihnen ein Wechselfehler unterlief. Für einige Zeit standen zu viele Leverkusener auf dem Feld, so dass der RTHC-Kapitän für die restliche Spielzeit auf der Bank Platz nehmen musste. Die numerische Überlegenheit wussten die Gastgeber geschickt zu nutzen und ließen bis zum Abpfiff dann die Uhr routiniert runterlaufen.

Groß die Freude bei den THC-Spielern und ihrem Anhang nach dem ersten Sieg über den Rivalen aus der Nachbarstadt nach acht Jahren. Entsprechend zufrieden zeigte sich das Gladbacher Trainergespann Elmar Sairally und Marc Boden vor allem über die grandiose Leistung in den ersten beiden Vierteln. Marc Boden war auch deshalb froh, weil die Vorbereitung, bei der der Kader quasi nie vollständig war, nur wenig Rückschlüsse auf den aktuellen Stand zugelassen hatte. „Das war zweifellos gut heute, aber wir können noch mehr! Einige Spieler haben noch nicht ihr volles Potential abgerufen.“ Eine ähnlich gute Vorstellung wird am nächsten Wochenende auch nötig sein, wenn die Gladbacher am Sonntag um 14:00 h beim Tabellenführer DSD 2 aus Düsseldorf antreten müssen.  

Kader:
Yannick Johanns – Tobias Scheibe (2) / Daniel Franken / Andreas Sprink / Jan Ohligschläger / Jan Kühne – Tim Engels / Ben Engels / Matthias Dhein / Lennart Hollweg / Nikolas Külschbach – Jan-Eric Scherbarth / Lasse Hollweg (1) / S. Schüller / Benjamin Kemper

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