THC-Hockeyherren starten mit jüngstem Kader aller Zeiten in die Verbandsliga-Rückrunde

Die Jubelarien über den alles andere als selbstverständlichen Klassenerhalt in der 2.Bundesliga sind mittlerweile verhallt. Die Genugtuung über die Anerkennung der sportlichen Leistung auch außerhalb der Hockey-Welt durch den 2.Platz bei der Wahl ‚Mannschaft des Jahres 2016 im Rheinisch-Bergischen Kreis‘ ist dem Alltag gewichen und das bedeutete für die Herrenmannschaft des THC RW Bergisch Gladbach in den letzten Wochen: schweißtreibende Saisonvorbereitung und diverse Testspiele um in optimaler Verfassung und eingespielter Mannschaft zur Verbandsliga-Rückrunde anzutreten.

Auch wenn die Ausbeute aus der Hinrunde im Herbst 2016 mit 16 von 16 Punkten besser nicht hätte sein können, so wartete doch auf Chefcoach Thomas Dissmann vor dem Rückrundenstart doch ein gewaltiges Stück Arbeit. Mit Felix Jarosch, Leon Hox und Patrick Winkler stehen nämlich drei Leistungsträger aus dem Bundesligakader für diese Feldsaison nicht zur Verfügung. Während Top-Torjäger Felix Jarosch und der Mittelfeldstratege Leon Hox pausieren um ihre langwierigen Verletzungen endgültig auszukurieren, muss Keeper Patrick Winkler aus beruflichen Gründen aussetzen. Auch Matthias Dhein, Nummer zwei im THC-internen Trefferranking, kann aufgrund eines Muskelfaserrisses vermutlich erst zum dritten Spieltag wieder auflaufen. Wegen der traditionell guten Jugendarbeit bei den Rot-Weißen sollen eigene Nachwuchsspieler diese Lücken schließen. Mit Lasse Hollweg, Nick Sowa, Gérard Peters, Linus Tenckhoff, Paul Kropp, Johannes Stümer und Jan Kühne sind nun sieben gut ausgebildete und vielversprechende Jugendliche des Jahrgangs 2000 zur Erwachsenenmannschaft gestoßen. In den bisherigen Vorbereitungsspielen wurden alle abwechselnd eingesetzt und haben sich bei ihren ersten Auftritten im Erwachsenenhockey auch sehr gut behauptet. Hinzu kommen noch Ben Engels, Luca Hosbach, Nils Dreschke und Jan Eric Scherbarth, die letzte Saison noch für die Jugend A spielberechtigt waren und jetzt alle ihre zweite Herren-Saison bestreiten. „Wir gehen jetzt also mit dem jüngsten Kader aller Zeiten in die Rückrunde. Trotz der sehr jungen Mannschaft ist es unser Ziel auch die acht Begegnungen der Rückrunde zu gewinnen und uns vor allem im Spiel nach vorne noch deutlich zu steigern“, so die ambitionierte wie gleichermaßen selbstbewusste Zielsetzung von Trainer Thomas Dissmann. Grund zu diesem Optimismus lieferten auch die vier Testspiele im Laufe der Vorbereitung. Nach dem noch holprigen 3:3 gegen Dünnwalder TV und dem 1:3 gegen den Regionalligaaspiranten Crefelder HTC2 waren die Auftritte beim 3:0 gegen den Aachener HC und den Bonner THV 2 sehr vielversprechend.

Neben den zahlreichen Veränderungen im Feldkader der THC-Herrenmannschaft gibt es auch Neuigkeiten in der Zusammensetzung des Trainerteams. Co-Trainer Christoph Dolch macht aktuell Vaterschaftsurlaub und wird erst im Sommer wieder auf der Betreuerbank Platz nehmen. Dafür verstärkt Corinna Bremer, die bereits vor Jahren in Bergisch Gladbach im Jugend- und Erwachsenenhockey tätig war, den Trainerstab. Die Hockey-Weltmeisterin von 1981 und Olympia-Silbergewinnerin von 1984 wird sich schwerpunktmäßig um die Trainingsarbeit, die 2.Mannschaft und die Integration der Jugendspieler kümmern.

Am Wochenende jedoch wird es ernst für die Herrenmannschaft, das erste Feldhockey-Meisterschaftsspiel des Jahres steht ins Haus. Der THC begrüßt am Sonntag um 17:00 h auf der heimischen Kunstrasenanlage an der Gustav-Stresemann-Straße den Mettmanner THC. Die Niederbergischen rangieren derzeit auf Tabellenplatz vier und dürften somit in der Partie beim Klassenprimus nur Außenseiterchancen haben. Ohne an der Zielsetzung im Sommer verlustpunktfrei als Oberligaaufsteiger festzustehen zu rütteln, bittet Thomas Dissmann die THC-Fans vor dem Anpfiff um etwas Geduld und Nachsicht. „Die Erwartung für die erste Partie mit dem neuzusammengestellten Kader ist es, das Spiel erst mal sicher nach Hause zu fahren. Unter Wettbewerbsbedingungen müssen sich die Jungs erst mal finden, die Automatismen können noch nicht zu hundert Prozent greifen. Das braucht einfach Zeit, aber die haben wir auch.“

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