THC gewinnt gegen clevere Raffelberger in letzter Minute

THC RW Bergisch Gladbach- THC RW Bergisch Gladbach 4-3 (1-2)

Zerfahrener Auftakt in der Sonntagspartie zwischen dem Regionalligaersten THC RW Bergisch Gladbach und dem Tabellenletzten Club Raffelberg. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet waren mit zwei Spielern weniger angereist als der Gladbacher Coach Ralf Knöller nominiert hatte. Aus dieser Not machten sie von Anfang an eine Tugend, indem sie das Spiel extrem langsam machten und so die Bergischen nicht in ihren Rhythmus kommen ließen. So gingen die Duisburger bereits nach 3 Minuten in Führung und der THC suchte sein Heil verzweifelt in Einzelaktionen. Aus dem Spiel heraus lief wenig und so war es einer von Felix Jarosch verwandelten kurzen Ecke zu verdanken, dass es 10 Minuten später 1:1 unentschieden stand. Die Rot-Weißen fanden einfach kein rechtes Mittel gegen den passiven, aber hinten kompakt stehenden Gegner.  Gelegentliche Konter sorgten jedoch immer wieder für Gefahr von dem THC-Gehäuse, woraus in der 17.Minute die 2:1-Halbzeitführung für den Gast resultierte.

Leicht verbessert und um Ergebniskorrektur bemüht kamen die THC’ler aus der Kabine, konnten aber immer noch nicht den Schalter umlegen. Im Gegenteil: Mitte der Halbzeit zwei konnte  Raffelberg sogar noch die Führung auf einen Zwei-Tore-Abstand ausbauen. Positiv zu bemerken, dass sich der Gastgeber nun mit aller Macht gegen die drohende erste Heimniederlage stemmte. Dies spürten auch die gut 120 Zuschauer in der Stadionhalle und feuerten ihre jetzt wütend attackierende Mannschaft an. Kapitän Jannis Mölln war es vorbehalten mit einer kurzen Ecke den Anschlusstreffer zu erzielen. Aber auch Torhüter Patrick Winkler – beim Aufwärmprogramm noch an der Hand verletzt und deswegen bandagiert auf dem Platz geschickt – musste sein Team mit tollen Paraden immer wieder vor den nach wie vor gefährlichen Gästekontern retten. Drei Minuten vor Schluss wechselte Trainer Knöller seinen Keeper zugunsten eines sechsten Feldspiels aus. Diese Maßnahme zahlte sich unmittelbar aus, weil Sven Böhme mit dem ersten aus dem Spiel heraus erzielten THC-Treffer den vielumjubelten Ausgleich zum 3:3 erzielte. Auch wenn Patrick Winkler jetzt wieder auf den Platz musste, bedeutete das nicht, dass man von nun an auf Ergebnishalten und damit auf Punkteteilung aus war. Die Bergischen witterten ihre Chance und drängten die Duisburger konsequent  immer weiter in ihre Hälfte zurück, zwangen sie zu Fehlern, so dass ihnen in der Schlussminute noch eine Strafecke zugesprochen wurde.  Jannis Mölln trat wieder zur Exekution an, behielt die Nerven und drehte mit seinem zweiten Treffer dieses schon fast verloren gegebene letzte Meisterschaftsspiel des Jahres aus THC-Sicht.

Sichtbar erleichtert, aber noch keineswegs versöhnt mit der Leistung seiner Mannschaft zeigte sich Ralf Knöller unmittelbar nach dem Schlusspfiff. „Es war das erwartet schwere Spiel gegen den Club Raffelberg. Insgesamt hat der Gast nicht viel für das Spiel getan, unsere Offensive hatte aber auch einen rabenschwarzen Tag. Nur gut, dass wir endlich mal unsere Chancen aus Standardsituationen verwertet haben, was in den letzten Spielen unser Manko war. Aber auch das hätte nicht zu dem letztlich glücklichen Sieg gereicht, hätte bei uns nicht so ein sehr gut aufgelegter Goalie zwischen den Pfosten gestanden.“

Kader:
P. Winkler – T. Scheibe / J. Mölln (2) / D. Franken / T. Engels – S. Böhme (1) / M. Dhein  / L. Hox  – N. Külschbach / F. Jarosch (1) / L. Hollweg

Georg Dhein

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