Interview mit Herren-Coach Marc Boden zum Auftakt der Feldsaison 2015/16

Marc, seit dem Frühjahr trainierst Du wieder die 1. Herrenmannschaft des THC. Nachdem es in den letzten Jahren sowohl in der Halle wie auf dem Feld mehrere Aufstiege zu feiern gab, belegte die Mannschaft am Ende der Feldsaison 2014/15 einen Platz im gesicherten Mittelfeld. Damit konntet Ihr nicht ernsthaft um den Aufstieg mitspielen, aber Ihr wart auch meilenweit entfernt von den Abstiegsrängen. Hat die Mannschaft nun ihren leistungsmäßigen Höhepunkt erreicht oder wie interpretierst Du den Verlauf der letzten Spielzeit?

„Das Potential der Mannschaft ist noch lange nicht ausgereizt. Der Kern ist zwischen 19 und 23 Jahren alt, also da ist noch sehr viel Luft nach oben, auch wenn die Entwicklung nicht immer gradlinig verläuft. Die Mannschaft kann mit der Leistung der letzten Saison insgesamt zufrieden sein. Außerdem sollten wir nicht vergessen, dass wir u.a. den Abgang unseres langjährigen Kapitäns und Abwehrstrategen Jannis Mölln verkraften mussten, was uns aber gut gelungen ist. Ich hoffe, dass die Jungs weiter hungrig genug sind, sich weiter in allen Bereichen verbessern zu wollen.“

Eure Gegner in der Gruppe A der Oberliga sind allesamt Clubs mit einer großen Hockeyvergangenheit: RTHC Leverkusen, ETG Wuppertal. Marienburger SC etc. Welche Teams kommen für den Aufstieg in die Regionalliga in Betracht, wer wird gegen den Abstieg zu kämpfen haben und vor allem, wo stehen wir am Saisonende im Juni 2016?

„Die Namen sind auf jeden Fall sehr attraktiv, das stimmt und ambitioniert sind auch alle drei genannten Clubs. Ich würde es so einschätzen, dass alle drei aufsteigen wollen. Leverkusen ist der Favorit nach den Ergebnissen der abgelaufenen Runde und dem knapp verpassten Aufstieg. Bei Marienburg muss man abwarten, wie sich die Trainersituation entwickelt, da es auf der Position wohl eine Vakanz gibt. ETG Wuppertal und SW Bonn haben eher Außenseiterchancen. Besonders schwer einzuschätzen sind die Zweitvertretungen der Bundesligisten Crefelder HTC und Düsseldorfer HC. Aber über den Aufstieg lässt sich jetzt eigentlich noch nicht spekulieren, da sich im Hockeysport durch die halbjährige, winterliche Saisonunterbrechung, im Frühjahr oft die Leistungsverhältnisse der Teams durch neues/abgewandertes Personal deutlich verschieben und die Saison dann unter veränderten Vorzeichen neu beginnt. Daher liegt alle Konzentration für uns jetzt zunächst mal auf einer guten Platzierung bis zum Abschluss der Hinrunde Ende September.“

Was lässt sich denn vor dem Saisonauftakt am Sonntag zu den THC-Herren sagen: Bist Du zufrieden mit dem derzeitigen Leistungsstand der Spieler nach der Sommerpause und wie war die Vorbereitungsphase bislang? Hat sich die Zusammensetzung des Kaders gegenüber der Vorsaison geändert?

„Die Vorbereitung nach der Sommerpause war aufgrund der zahlreichen Urlaubsausfälle nicht einfach. Aber das ist normal, schließlich sollen die Spieler dafür jetzt im August und September jede Woche zur Verfügung stehen. Das wird in den anderen Clubs ähnlich sein. Daher hat sich in den letzten Wochen nicht so viel getan. Wir bauen weiter auf dem auf, was wir uns im Frühsommer erarbeitet haben und ich hoffe, dass wir schnell wieder einen guten Rhythmus finden. Im Vergleich zur letzten Saison gab es im Wesentlichen zwei personelle Veränderungen: Benjamin Kemper hat uns nach Delft in den Niederlanden verlassen, ihn werden wir vermissen. Leo Mombauer ist nach einem halben Jahr aus China zurück, er wird uns mittelfristig verstärken.
Am Sonntag in Krefeld werden wir unseren Leistungsstand sehen. Es wird direkt ein Spiel gegen einen anspruchsvoller Gegner. Die 1.Bundesliga startet erst später und Krefeld kann und wird somit auch Spieler aus der ersten Mannschaft einsetzen.“

Marc, herzlichen Dank für das Interview und alles Gute für die neue Feldsaison!

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